Aufreger der Woche: Inhaltsangaben

Ich muss da einfach mal meinen Senf zu geben, denn das Thema nervt mich echt.  Ihr wisst nicht, worüber ich rede? Dann erklär ich es euch.

Bislang habe ich es mit den Inhaltsangaben immer so gehandhabt, dass ich zum Großteil den Klappentext übernommen habe, die Inhaltsangabe vom Verlag zitiert habe inkl. Quellenhinweis oder halt, wenn ich Rezensionsexemplare bekam, jene Inhaltsangabe, die mir mitgeliefert wurde bzw. bereitgestellt. In den seltensten Fällen habe ich sie selber formuliert, das hat allerdings gute Gründe.

Nun lese ich in Internet in letzter Zeit viele Diskussionen darüber, dass genau das nicht richtig sei. Auch wenn ich nicht persönlich angegriffen werde, wird Rezensoren wie mir vorgeworfen, dass wir „klauen“ oder absolut „unkreativ“ seien und unsere Rezensionen nicht lesenswürdig.

Bullshit! Entschuldigt meine Ausdrucksweise bitte, aber mich regt das auf. Ich schreibe meine Inhaltsangaben meistens nicht selber, weil ich dazu neige, entweder zu wenig oder zu viel preiszugeben. Ich habe lange herumexperimentiert und dann entschieden, das will ich keinem Leser zumuten. Nur in Ausnahmefällen schreib ich sie selber. Soweit meine Beweggründe.

Uns als Diebe geistigen Eigentums hinzustellen, ist jedoch die Höhe. Wenn mir der Verlag explizit diese Inhaltsangabe zur Verfügung stellt oder bittet, diese zu verwenden, dann ist das weder Diebstahl, noch unkreativ, sondern ich folge lediglich einer Anforderung, die ich erhalten habe. Ich möchte mich dafür jedoch nicht ständig erklären müssen. Warum auch?

Meine und andere Rezensionen oder die gesamten Seiten zu boykottieren und dazu aufzurufen, ist unter jeglichem Niveau. Jeder darf doch bitte selber entscheiden, ob er liest oder nicht und die Qualität einer Rezension allein an der Inhaltsangabe auszumachen ist doch einfach nur dumm.

Ich bin vielleicht noch nicht so lange dabei, aber ich habe schon an diversen Autorenleserunden teilgenommen und bisher, egal ob ich ein Buch kritisiert oder gelobt habe, die Autoren waren sehr angetan von meinen Rezensionen, u.a. weil ich ehrlich bin und versuche konstruktive Kritik zu geben.

Natürlich ist da auch mal die eine oder andere eher oberflächliche Kurzrezension dabei, aber die findet sich mit Sicherheit auf jedem Buchblog mal.

Fakt ist doch, dass diejenigen, die das Buch bereits kennen, keine Inhaltsangabe mehr brauchen und diejenigen, die das Buch noch nicht kennen, denen hilft der Klappentext oder die Verlagsinhaltsangabe genauso, wenn z.B. in der eigentlichen Rezension klar wird, ob diese stimmt oder ein falsches Bild vermittelt. Gute Beispiele hierfür gibt es einige, u.a. Lizzy – Cinderellas Tochter (Princess in Love 1) oder Ein Hauch von Schicksal

Vielleicht seid ihr anderer Meinung, nun gut, das ist euer Recht. Aber dann bitte, hetzt nicht gegen andere, die es anders handhaben, auf. Wir sind doch alle intelligente Menschen, sonst würden wir nicht so viel lesen ;). Oder?

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1 Comment

  1. Interessanter Beitrag. Vor allem, da ich davon so überhaupt nichts mitbekommen habe.

    Ich handhabe es schon immer so, dass ich sowohl den Klappentext von der Buchrückseite übernehme als auch eine eigene Inhaltsangabe formuliere, auch wenn mir das häufig schwer fällt. Wenn ich woanders lese, überfliege ich das aber meistens nur.

    Entscheidend ist für mich an einer Rezension die Meinung des Bloggers. Da finde ich dann schlimm, wenn „Rezensenten“ mit drei Sätzen auskommen. Selbst bei Trilogien fällt mir beim dritten Buch eigentlich immer genug für zwei, drei Absätze ein.

    Jedenfalls wird seit Jahren immer mal wieder eine Sau durch die Buchbloggerwelt getrieben, aber ich kriege das mittlerweile gar nicht mehr so mit und bin darüber auch ganz froh 🙂

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