The Promise – Der goldene Hof

The Promise stand schon lange auf meiner Wunschliste und da ich Selection immer noch nicht gelesen habe, obwohl es schon lange auf meinem SuB herumspukt, habe ich mich in freudiger Erwartung bei der Leserunde auf lesejury.de beworben, zumal mir die Leseprobe wirklich gut gegfiel. Und ich hatte Glück und hielt bald schon ein Manuskript von dem Buch in der Hand.

Danke dafür an den Verlag Bastei Lübbe AG für das Bereitstellen des Manuskriptes.

The Promise – Der goldene Hof von Richelle Mead

Verlag ONE ein Imprint der Bastei Lübbe AG
Genre Kinder-/Jugendbuch
Erscheinungstermin 29.09.2017
Seitenanzahl 592
ISBN 978-3846600504
Mehrteiler ja
Preis 18,00 €
Altersfreigabe ab 14 Jahren

Vom Adel zum Fußvolk – Märchen einmal umgekehrt
Guter Reihenstart mit kleinen Schwächen

Inhalt

Elisabeth ist eine Adlige und hat einen historisch wertvollen Namen in der Gesellschaft, in der sie lebt. Leider sind ihre Eltern tot und ihr Vermögen fast gänzlich aufgebraucht. Also muss sie heiraten, doch die Kandidaten sind nicht grad reich gesät und statt sich in ihr Schicksal zu ergeben, entschließt sich die recht selbstbewusste und der Kontrolle und Regeln überdrüssige Elisabeth kurzfristig, aus der Situation zu fliehen, um ein neues Leben mit weniger Zwang und mehr Selbstbestimmung zu starten. Dabei gerät sie an den goldenen Hof, der armen Mädchen die Chance gibt, einen betuchten Ehemann in der neu kolonisierten Welt zu finden, doch damit fangen neue Probleme an…

Meine Meinung

Für mich als bekennende Coverkäuferin ist das Buch ein wirklicher Hingucker. Ich habe zwar bisher nur das Manuskript in den Händen gehalten, aber selbst hier lässt mich das Cover immer wieder glücklich aufseufzen. Es ist nicht nur in meinen Lieblingstönen gehalten (türkis), sondern es strahlt etwas erhabenes und zugleich sanftes aus. Auch wenn mich sonst Köpfe auf Covern eher stören, hier finde ich es wirklich hübsch und gelungen und durchaus passend zum Buch, allein schon weil gerade Elisabeths Frisur bei der Ankunft im goldenen Hof, Thema ist und quasi ein Abbild des Covers sein könnte.

Elisabeth oder viel mehr Adelaide, wie sie sich nach ihrer Flucht aus der Zwangsverlobung, nennt, tauscht meiner Ansicht nach zunächst ein Gefängnis gegen ein anderes. Dennoch kommt es ihr nicht so vor, da sie zum Einen Freundinnen findet und zum anderen trotz Vorschriften, immer noch mehr Freiheiten hat, als vor ihrer Flucht von Zuhause.

„Mein Leben am Goldenen Hof wurde bald zur glücklichsten Zeit meines bisherigen Lebens. Trotz des straff organisierten Stundenplans, den endlosen Übungen und Unterrichtsstunden, empfand ich eine Freiheit, die ich bisher nicht gekannt hatte.“ (Seite 104)

Von Beginn an spürt man eine Verbindung zu Cedric, der ihr diesen Schritt ermöglicht hat und es wird ziemlich deutlich, dass die beiden für einander mehr empfinden, als sie sollten. Während Cedric ab einem Punkt sehr deutlich zeigt, dass er mit der Situation nicht zufrieden ist, versucht Adelaide/Elisabeth lange, ihm durch eine möglichst lukrative Heirat eine höchstmögliche Provision zu verschaffen.

Besonders hervorzuheben sind in diesem Buch ihre zwei neugewonnenen Freundinnen Tamsin und Mira. Beide haben Geheimnisse, genau wie Elisabeth, aber sie stehen trotz allem zu einander. Selbst als Elisabeth Tamsin in gewisser Weise hintergeht, kann die Freundschaft der Frauen, trotz anfänglicher Wut seitens Tamsin, all das überstehen.

Anmerkung: Über Tamsin und Mira soll es eigene Bände geben, daher werden die Charaktere in diesem Buch nicht ganz so ausführlich durchleuchtet.

Doch kommen wir zum eigentlich Wichtigsten. Der Schreibstil von Richelle Mead ist wunderbar leicht und flüssig zu lesen. Die fast 600 Seiten kamen mir weitaus weniger vor als so manches 300 Seiten Buch, dennoch muss ich auch Kritik äußern. Während mir der Anfang noch sehr gut gefiel und ich u.a. auch den Humor und die Schlagfertigkeit von Elisabeth mochte, so ging dieses im Laufe der Geschichte fast gänzlich verloren. Desweiteren zogen sich im Mittelteil manche detaillierten Beschreibungen etwas zu sehr in die Länge, weshalb das Ende des Buches etwas übereilt und vollgestopft wirkte. Meines Erachtens hätten gewisse Szenen, speziell diese mit Kleiderbeschreibungen/Anproben oder die über das Putzen und Goldsuchen, gekürzt und dafür das Ende lieber auf ein paar Seiten mehr ausgedehnt werden können.

Interessant fand ich dagegen die Ähnlichkeit zur Kolonisierung des amerikanischen Kontinents. Man könnte sagen, die Autorin hat die Kolonisierung und die Vertreibung der Ureinwohner Nordamerikas (im Buch als Icori bezeichnet) sowie den Goldrausch adaptiert und neu interpretiert.

Auch wenn mich das Buch insbesondere durch sein abruptes Ende nicht hundertprozentig überzeugen konnte, ist es allemal durch seinen schön leichten Schreibstil und die doch überraschenden Wendungen in einer Geschichte, die quasi entgegen gesetzt zu Selection oder ähnlichen Büchern Richtung Königshaus/Adel laufen, lesenswert.

Fazit

Ja, dieses Buch hat seine Schwächen, jedoch konnte es mich durch folgende Punkte überzeugen:
– keine Dreiecksbeziehung
– überraschende Wendungen, die nicht vorhersehbar waren
– toller Schreibstil.
Und da ich mich deshalb trotzdem gut unterhalten gefühlt habe, vergebe ich auch 4 von 5 Punkten.

4star

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