Cat & Cole

Auf Cat & Cole wurde ich durch eine Bekannte aufmerksam, die dieses Buch als ebook las. Durch die Farbgebung war ich völlig auf ein anderes Genre bei diesem Buch fixiert, weshalb ich ihm zunächst keine Aufmerksamkeit widmete. Zum Glück fiel mir dieser Fehler rechtzeitig auf…

Danke an das Thienemann/Esslinger für das kostenlose Rezensionsexemplar.

Cat & Cole – Die letzte Generation von Emily Suvada

Originaltitel: This Mortal Coil

Verlag planet! in der Thienemann-Esslinger Verlags GmbH
Genre Jugendbuch / Dystopie
Erscheinungstermin 19.06.2018
Seitenanzahl 480
ISBN 978-3-522-50559-8
Mehrteiler Dilogie
Preis 17,00 € (Klappenbroschur)
Altersfreigabe 14 – 17 Jahre

Ein gut durchdachter Plot mit Suchtfaktor

Inhalt

1 Milliarde Leben am Abgrund. 2 Menschen, die sie retten können. 1 Geheimnis, versteckt in ihrer DNA.

Krankheiten, Schönheitsmakel, körperliche Einschränkungen: von der Erde gelöscht! Mensch und Technik sind verschmolzen, jeder trägt ein Panel in sich, das den eigenen Körper perfektioniert. Fast! Eine mörderische Seuche ist ausgebrochen, und nur eine einzige Person auf der Welt ist fähig, den Impfstoff zu entschlüsseln – Catarina Agatta.
Gemeinsam mit Cole, dessen Körper gentechnisch verändert wurde, kommt die geniale Hackerin Cat einer Wahrheit näher, die grausamer ist als jedes tödliche Virus!

(Thienemann/Esslinger)

 

Meinung

Dieses Buch war/ist in jeder Hinsicht eine Überraschung für mich. Nachdem ich wie oben bereits erwähnt Cover und Inhalt nicht in Einklang bringen konnte, weil ich das grelle Pink und die beiden Namen eher einer Romanze zugeordnet habe, war ich mehr als überrascht über den dystopischen Inhalt.

Im Nachhinein muss ich jedoch sagen, das Cover passt in gewisser Weise zum Inhalt, auch wenn ich es immer noch nicht absolut passend finde. Sicher, man hat sich dabei etwas gedacht und wollte mit der pinken Explosion die Virenwolke nach der Explosion eines Bersters darstellen. Aber diese kommt relativ selten im Vergleich zu anderen Situation im Buch vor und ich hätte einen DNA Strang oder leuchtene blaue App-Dioden vielleicht besser gefunden. Nichtsdestotrotz ist das Cover ein Blickfang und auch wenn man das Buch in den Händen hält, fühlt es sich durch die einerseits glatte Oberfläche und die eingeprägte Explosion interessant an.

Doch kommen wir zum Inhalt. Da die Autorin selbst aus der Softwarebranche stammt, zeichnete sich ab, dass es inhaltlich einige fachliche Begrifflichkeiten geben würde. Und tatsächlich wird man, nachdem man sofort in die Handlung geworfen wird – was ich persönlich gut und gelungen finde – mit vielen technischen Begriffen und Vorgängen erschlagen. Mich als „alten“ Science Fiction Fan störte das nicht sonderlich, auch wenn es zu Beginn den Lesefluss ein klein wenig hemmt, weil man diesen ganzen Input erstmal verdauen muss. Insgesamt fand ich es aber nicht störend. Man gewöhnt sich mit der Zeit dran und wenn ich tatsächlich etwas nicht verstanden hatte, hab ich es ignoriert und weiter gelesen. Fakt ist, man muss wirklich nicht all den Technikkram zu Hundertprozent verstehen, um das Buch zu verstehen.

Die Charaktere Cat und Cole kommen von Anfang an symphatisch rüber. Sie haben eine gewisse Aura, die in vielen Büchern fehlt und die auch hier hilft, über Charakterschwächen hinweg zu sehen. Gerade in diesem Buch ist das auch nötig. Davon abgesehen, dass Cat und Cole eindeutig zu den Guten gehören, ist man im Laufe der Geschichte nie sicher, wer von den anderen Protagonisten auf welcher Seite steht.

Innerhalb der Leserunde auf lovelybooks.de wurde viel spekuliert und diskutiert. Potential gab es dafür viel, denn so viele Wendungen wie in diesem Buch, habe ich schon lange nicht mehr erlebt. Dabei verliert die Autorin jedoch nicht einmal den roten Faden oder verstrickt sich in ihren Handlungen. Nein, alles ist gut durchstrukturiert, jede Wendung kommt mehr oder weniger überraschend, erscheint dann aber trotzdem wieder absolut logisch und durchdacht. Dabei lässt sie ihre Figuren leiden bis zum Äußersten, schreckt auch vor Manipulation und Erniedrigung nicht zurück. Dadurch gewinnen die Figuren an Charakter, an Stärke und wachsen dem Leser immer mehr ans Herz.

Es gibt wenige Bücher, die mich wirklich ununterbrochen fesseln können, so dass ich sie nicht mehr aus der Hand legen kann. Cat & Cole – Die letzte Generation ist aber solch ein Buch. Es hatte mich aber der ersten Seite und ließ mich bis zum Ende nicht mehr los.

Ebenso gefiel mir extrem gut, dass ich soviel grübeln musste, mir nie sicher sein konnte, welcher Charakter überlebt oder gut oder böse ist. Die Grenzen verschwimmen in diesem Buch. Nichts schien unmöglich und das Ende hinterließ den Drang, den zweiten Teil sofort zur Hand zu nehmen. Leider ist genau das nicht möglich, da er noch nicht mal im englischen erschienen ist. Also heißt es sehnsüchtig warten und hoffen, dass er noch in diesem Jahr, spätestens Anfang nächstes Jahr auch für den deutschen Markt übersetzt wird.

Ach ja, eine kleine Anmerkung habe ich noch. Da ich eine 13jährige Tochter habe, bin ich bei der Altersfreigabe in solchen Fällen immer sehr aufmerksam. Ich persönlich, finde nicht, dass das Buch aufgrund einiger ziemlich expliziter Szenen schon ab 14 Jahre geeignet ist. Natürlich kommt es immer auf das Kind an. Die Tochter meiner Freundin würde damit keine Probleme haben, aber ich finde, es reicht, wenn dieser „Horror“ der dort beschrieben wird, erst ab 15 – 16 Jahre zugänglich ist.

Auch wenn auf der Webseite des Verlages bis 17 Jahre angegeben ist, ist dieses Buch definitiv ein All-Ager. Ich persönlich finde sogar, es gehört bald eher in den allgemeinen Science Fiction Bereich als in den Bereich Jugendbuch.

 

fazit

Dieses Buch ist definitiv eines meiner Highlights 2018 und hat mich in allen Bereichen überzeugen können. Für Menschen, die mit Technik überhaupt nichts anfangen können, könnte es schwierig werden, dem Buch etwas abzugewinnen, dem Rest kann ich nur raten, dieses Buch zu lesen. Ich vergebe voll 5 von 5 Punkten.

5star

 

Weitere Rezensionen:

Letannas Bücherblog
Janas Lesehimmel
Lesemaus liest

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