Das Buch des Phönix

Nach Binti war ich nun sehr gespannt auf Das Buch des Phönix von Nnedi Okorafor und wurde tatsächlich nicht enttäuscht…

Das Buch des Phönix von Nnedi Okorafor

 
 
VerlagCrossCult
GenreDystopie/SciFi
Erscheinungstermin18.10.2017
Seitenanzahl400
ISBN978-3959814935
Mehrteiler/EinzelbandEinzelband
Preis18,00 € (Paperback, Klappenbroschur)
AltersfreigabeErwachsene

 

Keine leichte Kost – man muss sich drauf einlassen

Man hat sie vieles genannt – ein Forschungsobjekt, ein Ding, eine Abscheulichkeit.

Sie selbst nennt sich Phoenix und ist ein genetisches Experiment. Mit nicht mehr als zwei Lebensjahren verfügt Phoenix über den Körper und den Verstand einer Erwachsenen – und über Kräfte jenseits aller Vorstellungskraft. Eines Tages jedoch beschließt sie, nach Antworten zu suchen. Sie bricht aus ihrem Zuhause aus – dem mysteriösen Turm 7. Dabei muss sie erkennen, dass dieser keine Zuflucht war, sondern ein Gefängnis.

 
(cross-cult.de)

Die Bücher von Nnedi Orokafor sind weder leichte Kost, noch einfach zu verstehen. Das war mir bereits nach Binti klar. Dennoch konnte ich es kaum abwarten, mich an das nächste Buch von ihr zu wagen.

Auch in Das Buch des Phönix prallt wieder Scifi/Dystopie mit afrikanischer Kultur zusammen. Für einen „Nicht“-Afrikaner an manchen Stellen schwer zu verstehen, aber nicht unmöglich, wenn man zwischen den Zeilen liest. Und genau das muss man bei den Büchern von Nnedi Orokafor nämlich tun. Dann stößt man auf Geschichten voller sozialkritischer Themen, verpackt in einer fantastischen Geschichte.

So geht es in Das Buch das Phönix um Unterdrückung, Rassissmus, Glaube und den widernatürlichen Eingriff der Menschen in die Natur und seine Folgen.

In Das Buch des Phönix geht es teilweise brutal und bildgewaltig zur Sache. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig oder vielmehr die Erzählweise, dennoch lässt sich Phönix‘ Geschichte schnell und flüssig lesen. Trotzdem ich mehrfach überlegt habe, ob das Buch überhaupt etwas für mich ist, konnte ich es nicht aus der Hand legen. Es ist diese spezielle Art, die ihre Geschichte so faszinierend macht.

Phönix ist ein Zufall. Entstanden aus einem Genexperiment, das man auch Zusammengemansche von verschiendensten DNA nennen könnte, ohne genau zu wissen, was passiert. Ihre Erschaffer gehen für sie über Leichen, Menschenleben sind nichts Wert und im Grunde sehen sie in Phönix nur eine Waffe. Doch Phönix ist so viel mehr und wird zu Segen und Fluch zugleich, in dem sie das Schicksal der Menschheit entscheidet.

Man muss diese Art von Erzählung schon mögen, da will ich nicht drum herum reden, aber wer es versteht, sich von Nnedi Orokafor in ihre Geschichten saugen zu lassen und sich darauf voll einlassen kann, der erlebt etwas außergewöhnliches. Ich vergebe hier 4 von 5 Sternen, aber nur deshalb, weil mir das finale Ende und was aus Phönix in der Zukunft/dem Jetzt wurde, nicht ganz so gefallen hat.

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