Celestial City – Jahr 1

Im Rahmen der Leserunde auf Lesejury.de durfte ich bereits vorab Celestial City – Akademie der Engel – Jahr 1 von Leia Stone lesen.

Ob das Buch so gut blieb, wie es anfing, erfahrt ihr, wenn ihr weiterlest.

Danke an Bastei Lübbe für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Celestial City – Akademie der Engel von Leia Stone

Jahr 1

Verlag one ein Imprint der Bastei Lübbe AG
Genre Jugendbuch/Fantasy
Erscheinungstermin 28.08.2020
Seitenanzahl 368
ISBN/EAN 978-3-8466-0111-2
Mehrteiler/Einzelband Band 1 von 3
Preis
Altersfreigabe ab 14 Jahre

Leider verliert das Buch zum Ende etwas

.: I N H A L T :.

Eine Welt zwischen Engeln und Dämonen
Als pechschwarze Flügel aus Brielles Rücken wachsen, ist klar, dass etwas völlig falsch läuft. Kann es sein, dass in ihr ein Dämon schlummert? Dennoch wird sie an der Fallen Academy der Engel aufgenommen. Mit ihren schwarzen Flügeln ist sie dort allerdings eine Außenseiterin. Da hilft es auch nicht, dass der attraktive Lincoln Grey ihr das Leben noch schwerer macht. Dann wird ihre Zugehörigkeit an der Academy von höchster Stelle angezweifelt, und damit ist das Chaos für Brielle perfekt …

(luebbe.de)

.: P E R S Ö N L I C H E M E I N U N G :.

Celestial City wäre eigentlich ein Buch ganz nach meinem Geschmack.

Engel. Teufel. Verlockungen. Dramen.

Und zu Beginn ist es das auch, trotzdem es sich um ein Jugendbuch handelt. Zwar ist das Buch in vielen Dingen vorhersehbar, dennoch baut sich im ersten Teil eine starke Spannung auf und gipfelt schließlich in einen unerwarteten und heftigen Showdown. Eh ja, richtig gelesen, nach dem ersten Drittel gibt es bereits einen Showdown und der kommt meiner Meinung nach viel zu früh und nimmt der Geschichte ziemlich viel an Spannung. Da wäre noch so ewig viel Potential gewesen, dass man nicht genutzt hat. Gut, vielleicht wäre das Buch dann nicht mehr ab 14 Jahre durch gegangen, aber ’sich auf Faust beißt‘ ich hätte da noch so viele spannende Ideen gehabt. Trotzdem habe ich die Seiten nur so verschlungen. Das muss ich jetzt noch mal explizit erwähnen.

Okay, ab 14 Jahre ist hier auch so ein wenig grenzwertig angegeben, denn das Buch tendiert in einigen Szenen mehr zum Genre Young Adult. Man sollte also schon genau überlegen, ob der Teenager, der es liest/lesen möchte, dafür schon bereit ist.

Jetzt habe ich ziemlich viel vorab erwähnt. Irgendwie rolle ich das Ganze von hinten auf. Uff, sorry dafür. Also von vorne. Und da erwähne ich mal aus „Coverkäufers-Sicht“ eben dieses. Ich habe den Vergleich zum Original-Cover aus dem Englischen gemacht und muss sagen, das deutsche Cover gefällt mir deutlich besser, wobei das Original-Cover aber auch mehr darauf hinweist, dass es kein reines Jugendbuch ist.

Die Charaktere betrachtend bin ich hin- und hergerissen. Brie ist zu beginn eine reif wirkende 18jährige, die ihr Schicksal angenommen hat. Selbst als sich ihr die Chance bietet, etwas zu ändern, wählt sie den schweren Weg zum Schutze ihrer Mutter und ihres Bruders. Im Verlaufe der Geschichte, verliert sie das zwar nicht vollkommen aus den Augen, aber sie steigert sich in eine recht pubertäres Verhalten hinsichtlich eines bestimmten jungen Mannes, was mich teilweise die Augen hat rollen lassen.

Bereits zu Beginn sind die Weichen gestellt, und das war mehr als offensichtlich, dass es sich bei dem jungen Mann/Celestial um Lincoln handeln wird. Die beiden sind zunächst wie Feuer und Eis und doch deutet die Autorin von Beginn an, dass er Brielles Love-Interest wird. Die beiden geben auch ein recht süßes Duo ab. Irgendwann wird dann leider plötzlich zu schnell der Schalter auf „große Liebe“ umgestellt, da kam ich dann nicht mehr ganz mit, wann das passiert sein soll.

Die anderen Nebencharaktere haben mir recht gut gefallen und ergänzen die Story gut. Ich würde tatsächlich nur auf einen gern verzichten, Tiffany, die klischeehafte Möchtegern-Ex (ist sie das wirklich? Da bin ich irgendwie nicht ganz schlau draus geworden) von Lincoln, die sich niedliche Schimpfworte für Brie ausdenkt, Lincoln anhimmelt und auch ansonsten völlig nervig ist. Ich weiß, einige finden, sie sei das Salz in der Suppe, vielleicht liegt es am Alter, aber ich finde sie nur überflüssig.

Hab ich schon erwähnt, dass es noch einen zweiten „halben“ Showdown gibt? Ja, zum Ende hin gibt es nochmal etwas Vergleichbares. Zwar fand ich es nicht so spannend wie den ersten, zumal ich damit gerechnet habe, dass so etwas passieren wird, aber die Auflösung des Geheimnisses um Brielles Herkunft und das Auftauchen eines gewissen Erzengels hatte schon was.

Ich hätte so verdammt viele Ideen, wie ich die Geschichte hätte fortsetzen können, allerdings weniger jugendfrei. ‚hust‘ Da ist so enorm viel Potential enthalten und wenngleich ich manches nicht so prickelnd fand, konnte ich das Buch doch  kaum aus der Hand legen. Leia Stone hat einen fesselnden und leichten Schreibstil, der mich fast durch die Seiten fliegen ließ. Und trotz der Kritik und obwohl ich weiß, dass meine Fantasien zum Fortlaufen der Geschichte vermutlich nicht in Erfüllung gehen, werde ich definitiv weiterlesen.

Vielleicht kein Meisterwerk, aber ich habe mich trotzdem gut unterhalten gefühlt und freue mich auf die Fortsetzung am 29.01.2021.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

4star

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